Die Gefahren, die von Windkraftanlagen ausgehen k√∂nnen, werden einerseits aus Unwissenheit untersch√§tzt und andererseits ‚Äď wissentlich - nicht nur untersch√§tzt, sondern bewusst verschwiegen. Dabei k√∂nnte und sollte die Anzahl bekannt gewordener Unf√§lle und gef√§hrlicher Ereignisse l√§ngst ausgereicht haben, um die zust√§ndigen √Ąmter und Beh√∂rden wachzur√ľtteln oder auch aufzuschrecken.

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Eistage pro Jahr

Zu beachten ist, dass sich die Wurfweite, die vom Quadrat der Geschwindigkeit direkt abh√§ngig ist, von z.B. 547 m auf 855 m erh√∂ht, wenn die Umdrehungszahl von 20 rpm auf 25 rpm ge√§ndert wird (was bei einem Defekt des Bremssystems jederzeit geschehen kann). Im √ľbrigen kann es auch nicht darum gehen abzusch√§tzen, unter welchen Wetterbedingungen und wie oft ein solches fatales Ereignis eintreten k√∂nnte. Genauso wenig zul√§ssig ist die Absch√§tzung eines m√∂glichen (und wahrscheinlich t√∂dlichen) Restrisikos, das dann ja von Mensch und Tier, die sich innerhalb der Gefahrenzone aufhalten, zu tragen w√§re. Windkraftanlagen und deren Betrieb besitzen innerhalb einer f√ľr jede WKA spezifischen Gefahrenzone ein unter keinen Umst√§nden tolerierbares Gef√§hrdungspotential. Wer hier Bau- und Betriebsgenehmigungen ohne sicherheitsrelevante Auflagen erteilt, macht sich u.U. nicht nur zivilrechtlich, sondern auch strafrechtlich haftbar.

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Eisansatzerkennung durch Unwuchten und Vibrationen (Nordex) Aufgrund der geringen Unterschiede von den Eisansatz beeinflussenden Umgebungsparametern, wie z.B. Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Windstr√∂mungsrichtung und B√∂igkeit, direkt an den Oberfl√§chen der Drei Rotorbl√§tter einer Windkraftanlage, findet in der Regel ein ungleichm√§√üiger (unsymmetrischer) Eisansatz an den Rotorbl√§ttern statt. Diese Ungleichverteilung in der Ausbreitung des Eis√ľberzugs f√ľhrt aufgrund der damit verbundenen Gewichtsunterschiede der Bl√§tter und der Drehbewegung des Rotors bei Betrieb zu einer Unwucht im Antriebsstrang. Diese Unwucht √ľbertr√§gt sich auf die Gondel und den Turm und regt zu Vibrationen an, die √ľber die standardm√§√üig installierte und dauerhaft arbeitende Turmschwingungs√ľberwachung erkannt werden. Im Falle von hohen Vibrationen wird die Anlage gestoppt indem die Rotorbl√§tter in Fahnenstellung gebracht werden.

In dieser Stellung ist ein Wiederanlaufen der Anlage nicht möglich. In der Regel muss die Anlage manuell (d.h. durch Inaugenscheinnahme) wieder angefahren werden (Vestas)

Eisansatzerkennung durch Betriebsparameterabgleich (Nordex) W√§hrend der gesamten Betriebsdauer der Windkraftanlage werden kontinuierlich unter anderem die Betriebsparameter Windgeschwindigkeit und aktuelle Leistungsabgabe aufgezeichnet und mit den Soll werten der Anlagensteuerung verglichen. Bei Eisansatz an den Rotorbl√§ttern ver√§ndert sich deren Form und damit ihr aerodynamisches Profil, so dass es zu einer Abweichung zwischen Soll-Drehzahl bzw. ‚ÄďLeistung und Ist-Drehzahl bzw. Leistung bei der aktuell vorherrschenden Windgeschwindigkeit kommt. Die Anlage wird bei Nichteinhaltung der Vorgabeparameter sofort sanft abgebremst. Dieses Verfahren erkennt symmetrischen als auch unsymmetrischen Eisansatz. Eisansatzerkennung durch Abgleich der gemessenen Windgeschwindigkeiten (Nordex)

Die Messung erfolgt durch ein Schalensternanemometer und ein ber√ľhrungsfreies Ultraschallanemometer. Beim Schalensternanemometer wird die Lagerung beheizt, in den Schalen selbst jedoch kann sich Eis bilden. Dies f√ľhrt zu einer Verringerung der gemessenen Windgeschwindigkeit wenn sich Eis bildet, w√§hrend das Ultraschallanemometer weiterhin die richtige Windgeschwindigkeit misst. Die beiden Systeme √ľberpr√ľfen sich st√§ndig gegenseitig und die WKA stoppt, sofern sich die Werte von beiden Windgeschwindigkeitsmessern einen zu grossen Unterschied aufweisen.

Warmlufteinblasung in das Rotorblatt (Enercon) Bei der Warmlufteinblasung wird Warmluft von der Nabe her ins Rotorblatt (Vorderkante und Hinterkante) eingef√ľhrt.