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Leichtes Heizöl statt Kohle - Leserbrief zu Marbach a.N. 2.2.2019

Weil der Ausbau der Erneuerbaren Energie im grünen Ländle weitergehen muss, die hervorragend laufenden und CO2-neutralen Kernkraftwerke 2022 abgeschaltet sein sollen, gleichzeitig aber Versorgungssicherheit hergestellt werden muss, müssen zur Netzstabilisierung vier neue Kraftwerke südlich der Mainlinie gebaut werden. Deshalb wird in Kürze in Marbach/Neckar ein neues ,,,… ja, kein Witz, kein Aprilscherz … Öl-/Gaskraftwerk direkt am Neckar gebaut das mit leichtem Heizöl betrieben wird. (Ich dachte wir wollen aus den fossilen Energien aussteigen?) Kattowitz lässt grüßen! Auf dem EnBW Kraftwerksgelände stehen sieben Riesenöltanks die als Heizöllager Verwendung finden. Das Kraftwerk (Turbine 300 MW) wird mit leichtem Heizöl oder wahlweise mit Gas befeuert. Der Gemeinderat Marbach hat vor Weihnachten die Planungen durchgewunken. Im Gemeinderat gab es bei einigen Gemeinderäten „Bauchgrimmen bzw. Nase rümpfen“.

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Noch toller treiben es die Bayern: In Irsching stehen zwei Gaskraftwerke der jüngsten Generation ungenutzt herum. Die deutsche Bundesnetzagentur verlangt, dass die beiden Blöcke als „Kaltreserve“ gehalten werden. Nun baut der Betreiber ausgerechnet am selben Standort noch ein drittes Gaskraftwerk. Verstehen kann man das nur vor dem Hintergrund der fehlgeleiteten deutschen Energiewende. Die dortige Tagespresse meldete dies mit dem Satz: „Der Irrsinn von Irsching geht weiter“.

Dass die Energiegewinnung aus Sonne und Wind nicht grundlastfähig ist hat sich immer noch nicht herumgesprochen. Auf die Frage, wer künftig die Schwankungen von Wind- und Sonnenstrom ausregeln soll, antwortet Frau Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung im Deutschlandfunk, dass dies Wasserkraft und Biomasse tun würden. Wie man mit zehn Gigawatt Biomassestrom und Wasserkraft etwa 105 Gigawatt schwankenden Sonnen- und Windstrom ausregeln will, bleibt ihr Geheimnis.

Wald in Büchenbronn umsonst gerodet - juwi zieht Antrag zur Genehmigung von Windkraftanlagen zurück

Pforzheim-Büchenbronn. Überrascht hat es keinen mehr: Der rheinhessische Projektentwickler und Windkraftanlagenhersteller juwi hat nach langer interner Prüfung entschieden, den naturschutzschutzrechtlichen Genehmigungsantrag für zwei Windräder auf Büchenbronner Gemarkung zurückzuziehen. „Rotmilan setzt sich gegen Windkraft durch“, titelte die städtische Pressestelle. Lange waren Stadtverwaltung, Ortschaftsrat und Ortsverwaltung aufseiten des Ausbaus erneuerbarer Energien in Form von Windkraft auch in Büchenbronn gewesen.

Ortsvorsteher und Stadtrat (SPD) Bernhard Schuler, zeigt sich, wie er auf Anfrage sagt, „als guter Demokrat“: Er persönlich bedaure die Entscheidung von juwi „außerordentlich“, respektiere sie jedoch, obwohl er aus energiepolitischer Sicht für einen Kompromiss gewesen sei. Ganz anders der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Landtag, Hans-Ulrich Rülke. Er spricht vom „Ende des Windkraftunfugs auf der Büchenbronner Höhe“. Die Rodung von zwei Hektar Wald hätte man sich schenken können. Es sei von vornherein klar gewesen, dass es bei diesem Projekt „bestenfalls um eine Subventionsruine zu Lasten des Gebührenzahlers“ gegangen sei.

Quelle: Pforzheimer Zeitung 2.11.17