Nach der Ausgleichsabgabenverordnung des Landes Baden-Württemberg (AAVO) von 1977, die im ahre 2005 aktualisiert wurde, kann die Ausgleichsabgabe für Windkraftanlagennach den Baukosten berechnet werden. Hierfür wird ein Rahmen von 1 % bis 5 % der Baukosten für sämtliche Eingriffe vorgegeben. Die Höhe der Ausgleichsabgabe bemisst sich nach folgenden Gesichtspunkten:

  • der Dauer und Schwere des Eingriffs;
  • dem Wert oder dem Vorteil für den Verursacher;
  • der wirtschaftlichen Zumutbarkeit.

Die Einstufung der Prozentzahlen erfolgt sehr beliebig, es fehlen definierte Kriterien. Da in der Regel die Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes durch reale Maßnahmen (z.B. Aufforstungen, Schaffung neuer Lebensräume) ausgeglichen werden können, verbleibt oft nur die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes für eine monetäre Kompensation. Je nach Berechungsmethode ergeben sich große Unterschiede bei der Festlegung der Ausgleichsabgaben. Die Bandbreite kann je nach Bundesland zwischen über 125.000 € und unter 25.000 € je Anlage liegen. Eine Vereinheitlichung z.B. durch die Einführung einer bundesweiten Ökokonto-Verordnung ist daher dringend erforderlich.

Quelle: Prof. Dr. Michael Koch, Stuttgart/Berlin