BWE Arbeitskreis Naturschutz und Windenergie beschäftigte sich beim seinem 8. Arbeitstreffen im Juni 2014 mit dem aktuellen Stand „Umgang mit Fledermaus und Windkraftanlagen“.

Dabei wurde der Abschaltalgorithmus auf seine Praxistauglichkeit überprüft.

Im Allgemeinen kommt folgende Kreuztabelle zum Einsatz:

Bildbeschreibung

Der Abschlußbericht zur Abschaltpraxis soll bis Ende 2014 vorliegen.

Parallel läuft die Entwicklung einer Softwarelösung die eine bundesweite Standardisierung des „Fledermaus-Leitfadens“ vorsieht.

Ungeklärt ist weiterhin wie eine „erhöhte Fledermaus-Aktivität“ die eine temporäre Nacht-abschaltzeit erfordert , im Vergleich zu einer - anscheinend ebenfalls unbekannten „normalen Aktivität“ – definiert wird und mit welchen Kriterien und Maßstäben die bislang angewendeten Schwellenwerte wissenschaftlich begründet werden.

Über die aktuelle Rechtsprechung zeigt, dass der BWE Erfolge gegen die Auflagen der Abschaltung von Windkraftanlagen bei Fledermausvorkommen gab. Die Anwendung des Bundesnaturschutz-gesetzes bezieht auf die einzelnen Fledermausarten nicht jedoch auf die Fledermäuse im Allgemeinen. Auch das Monitoring, also die nachträgliche Untersuchung an der Windenergieanlage, ist nicht pauschal als Auflage zulässig. Zur Verhinderung von Fledermausschlagopfern ist es keine wirksame Maßnahme. Letztendlich kann ein solcher Auflagenvorbehalt nur mit Zustimmung des Betreibers erfolgen. Die Notwendigkeit eines Monitorings kann nur durch ein erhöhtes Vorkommen von „windenergierelevanten“ Fledermausarten bei den Voruntersuchungen gegen sein.

Die Gefährdungseinschätzung wie auch die Festlegung zur Erfassung der zur Bewertung notwendigen Daten obliegt nach neuester Rechtsprechung aufgrund fehlender Standards und gesetzlicher Regelungen der Oberen Naturschutzbehörde. Die naturschutzfachliche Einschätzungsprärogative erlaubt dennoch kein willkürliches Handeln. Alle Auflagen müssen planerisch erforderlich und wissenschaftlich nachvollziehbar sein.