In Baiereck wurden 2025 die Getriebe der beiden Windräder gewechselt, um die vorhandenen Lärmprobleme zu beseitigen.
Doch auch nach der Wiederinbetriebnahme ebbten die Lärmbeschwerden nicht ab.
Seit Monaten berichten Anwohner, dass bei bestimmten Windlagen ein störender Ton entsteht.
Offiziell wurde zunächst vom Landratsamt Göppingen eine sogenannte Emissionsmessung, also eine Geräuschmessung direkt am Windrad, durchgeführt. Basierend auf diesen Werten wurden die Anlagen vom Landratsamt für den Betrieb freigegeben. Die Anwohner selbst wollten dies nicht akzeptieren, sie wurden als professionelle Dauerquenglern abgestempelt. Die „Dauerquengler“ erreichten jedoch, dass eine direkte Geräuschmessung im Ort – eine sogenannte Immissionsmessung – durchgeführt wurde.
Und siehe da: Die tatsächlich gemessenen Geräusche überschreiten zulässige Werte.
Jetzt muss der Betreiber bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 9 m/Sek. die Windräder herunterregeln. Die vorgelegten Lärmgutachten entsprachen nicht der Realität.
Ergebnis: Der Wald ist gerodet und die Windräder sind gebaut – dürfen aber im ohnehin windarmen Süden nur noch mit angezogener Handbremse laufen. Ist das nachhaltig?
Hansjörg Jung Herrenberg